I felt coming home

 Photo:Ling Jiou Mountain  writer:Elfriede Halbig  2019/4/15


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Since the retreat had started two weeks before our arrival with 20 personsGermany, we were already instructed about the conditions of the course during the bus transferTaipeh to the monastery. When we got there, we received the students’ clothing, instructions on the behaviour during the meals and were informed about the usage of the bed- and bathrooms. During the first evening, meditation was not obligatory. Nevertheless, many of us joyfully used the chance to experience Shifu. His personal reception was very affectionate, so that all tiredness disappeared immediately. I feltcoming home. During the following three weeks some others and I spent there, we experienced again the strict and known schedule5:00 a.m. until the end of the course at 9:20 p.m. . The weather wasa reflection of the quality of my meditation. Upon arrival it was warm and humid, foggy, clearing up, rain for many days and more rain and gusty, and finally 31 degrees the day we left.

After I got “beaten” by the sword (very gently) during the first day of meditation, because I had fallen asleep, I was finally able to experience the “inner peace” on the second day of meditation, while listening to the “silence”. Before I had serious attacksmy body (painlong sitting) and worse attacksmy mind (in forms of thoughts). But suddenly there was deep silence.

The body exercises, after being practiced enough, enable to find inner peace. The last struggles with the long sitting were gone. However, all the loud burps and farts, which seem to be common in the Chinese culture, were a real challenge for me.

On the seventh day during the afternoon meditation, I was deeply moved by Shifu’s instruction: ”Relax, let yourself fall!” I heard that already about 1000 times before, but at this moment it finally reached me. I talked about that, still moved to tears during the round of talks afterwards.

After the deep experiences at the beginning, my ego felt that it was a good start, but during each session, I had to work hard to let go of the thoughts and attachments, which was rather frustrating sometimes. The continuous and strict routine of each day and, of course, Shifu’s instructions in the evenings was very helpful.

Ling Jiou Mountain,hsin tao,zen,Relax,body,mind,weightless,Relax, let yourself fall!

On the eighth day, The International Women’s Day, the word “Relax” made further impact on me. I am already quite able to relax body and mind, felt already laid-back, but then a soft wave of deep relaxation approachedmy shoulders to the feet and it felt, as if the body was almost weightlessas if it had dissolved. I only felt a very subtle life left. This experience remained for a while until thoughts came back.

I was very impressed by the big and modern meditation hall and the excellent organization for so many students. Many thanks to each nun and monk who accompanied us, and especially to the organizers. They’ve done a great job.

I am also thankful for all the reprimands concerning silence and punctuality and the reduction of snacks to one during each day. Because of this I became more calm and was able to concentrate on the most essential.

I don’t want to forget the translations into German by Maria and Ciao Ge. They were helpful for a deeper understanding and for a deeper effect on the heart.

And I want to mention the vegan food. It was just delicious.

When I went to the monastery in Taiwan two years ago, I thought something like: “I have only these three weeks, and I have to achieve a result. Who knows, if I will ever have such a chance again.”

This time the relaxation predominated and I fully enjoyed these three weeks.

Many times I felttaken by Shifu’s hand and led directly into silence. The last evening was very intense for me in joyous silence.

With inner peace and silence I travelled back. The fire of love has been lit and I practice also at home to find my inner self.

In deep gratefulness,

Elfi
(Elfriede Halbig)

April 4, 2019

ReportElfriede Halbig
ParticipationMarch 1 to 21, 2019


German

Da das Retreat schon begonnen hatte, zwei Wochen vor unserer Ankunft aus Deutschland mit ca. 20 Personen, wurden wir bereits beim Bustransfer, vom Flughafen Taipeh zum Kloster, mit den Kursbedingungen vertraut gemacht. Vor Ort erhielten wir unsere SchülerInnen-Kleidung und wurden über das Verhalten bei den Mahlzeiten und den Besonderheiten der Nutzung der Schlaf- u. Toilettenräume eingewiesen. Am ersten Abend gab es keine Pflicht zur Teilnahme an der Meditation. Trotzdem haben viele von uns die Gelegenheit freudig genutzt, Shifu zu erleben. Seine persönliche Begrüßung war sehr herzlich, so dass alle Schläfrigkeit sofort verschwand. Ich fühlte mich zu Hause angekommen. In den folgenden drei Wochen erlebten wir das bekannte, straffe Programm von morgens 5:00 Uhr Aufstehen bis abends 21:20 Uhr Kursende. Das Wetter spiegelte nahezu die Qualität meiner Meditation wider. Bei Ankunft war es schwülwarm, neblig, wieder aufklarend, dann folgte tagelanger Regen und noch mehr Regen mit böigen Winden und schließlich gab es Sonnenschein bis 31 Grad bei der Abreise.

Nachdem mich am ersten Meditationstag das Schwert „schlug“ (sehr sanft), weil ich eingeschlafen war, hat sich am 2. Tag bei einer Meditation seit langem wieder „Stille“ eingestellt. Es war beim Lauschen auf die Stille. Zuvor hatte ich heftige Attacken seitens des Körpers (Schmerzen vom Sitzen) und noch schlimmere Attacken des Kopfes (in Form von Gedanken). Plötzlich war tiefe Stille eingetreten.

Die Körperübungen, einmal einstudiert, bewirkten immer mehr die innere Ruhe zu finden. Die letzten Reste der körperlichen Anstrengungen, durch das lange Sitzen, haben sich aufgelöst. Allerdings war das laute Rülpsen und Pfurzen, was in der chinesischen Kultur wohl üblich ist, für mich eine ziemliche Herausforderung.

Am 7. Tag hat mich dann bei der Nachmittagsmeditation Shifus Anweisung: „Entspanne Dich, laß' Dich fallen“, zutiefst berührt. Ich hatte das schon 1.000 Mal gehört, aber da ist
es angekommen, ich sprach davon, noch zu Tränen gerührt, in der Gesprächsrunde, die anschließend stattfand.

Nachdem der Einstieg schon so tiefe Erfahrungen schenkte, meinte das Ego, das fängt ja schon gut an, aber es musste immer wieder, bei jeder Sitzung, zum Teil hart daran gearbeitet werden, die Gedanken und Anhaftungen los zu lassen, was teilweise ziemlich frustrierend war. Sehr geholfen haben der kontinuierliche und strenge Ablauf Tag für Tag und natürlich Shifus Unterweisungen am Abend.

Am 8. Tag, dem Weltfrauentag, haben diese Worte „entspanne Dich“ weiter Wirkung gezeigt. Ich konnte zwar bewusst schon ganz gut den Körper und Geist (Kopf, Gedanken) entspannen, fühlte mich schon sehr gelöst, da kam eine sanfte Welle der Tiefenent-spannung von den Schultern bis zu den Füßen und es fühlte sich an, als ob der Körper fast schwerelos ist oder sich fast aufgelöst hat. Es war nur noch eine zarte Lebendigkeit zu spüren. Das hielt eine Zeit lang an, bis sich irgendwann wieder Gedanken regten.

 


Ich war sehr beeindruckt von dem großen, modernen Meditationssaal und der großartigen Organisation für so viele SchülerInnen. Herzlichen Dank an jede einzelne Nonne und jeden einzelnen Mönch, welche uns begleitet haben. Ganz besonderen Dank an die Organisatorinnen. Sie haben große Arbeit geleistet.


Dankbar bin ich auch für die Ermahnungen, das Schweigegebot und die Pünktlichkeit zu beachten und das Reduzieren der Snacks auf einmal am Tag. Dadurch kehrte mehr Ruhe ein und Konzentration auf das Wesentliche.

Nicht vergessen möchte ich die eingänglichen Übersetzungen ins Deutsche durch Maria und Ciao Ge. Sie waren unersetzlich für ein tieferes Verständnis und für die tiefere Wirkung im Herzen.

Auch das vegane Essen möchte ich erwähnen, für mich war es einfach göttlich.


Als ich vor zwei Jahren das erste Mal im Kloster in Taiwan war, herrschte der Gedanke vor: „Ich habe nur diese drei Wochen und muss unbedingt zu einem Ergebnis kommen, wer weiß ob ich jemals wieder so eine Chance bekomme.“

Dieses Mal war die Entspannung und innere Ruhe im Vordergrund. Ich habe diese drei Wochen zutiefst genossen.

Oft fühlte ich mich von Shifu an die Hand genommen und direkt in die Stille geführt. Den letzten Abend erlebte ich nochmals sehr intensiv in freudiger Stille.

Mit Frieden und Stille im Herzen reiste ich zurück. Das Feuer der Liebe ist entzündet. Zu Hause angekommen übe ich weiter, bis sich mein ursprüngliches Gesicht zeigt.

In tiefer Dankbarkeit

Elfi

(Elfriede Halbig)  04.04.19